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Ein Stall, der sich auf das Herausbringen und den Verkauf von Springpferden spezialisiert hat, ist natürlich stets auf der Suche nach guten Pferden und das nicht nur in Deutschland. Sportpferde Heckmann, im oldenburgischen Isterberg an der holländischen Grenze zu Hause, unterhält natürlich auch Kontakte nach Osteuropa. Und in Litauen fiel Heckmann 1998 ein junger Hengst auf, der mit Manieren, gutem Exterieur und Springvermögen zu gefallen wusste. Er behielt das Pferd auch in den kommenden Jahren im Auge. 2004 konnte er den Hengst dann über einen Bekannten für seinen Stall erwerben.
Dass es ein Trakehner war, war eher Zufall. Jedenfalls hätte man ein Springpferd sicher nicht gezielt bei den Pferden mit dem Elchschaufelbrand gesucht. Aber Berührungsängste hatten Heckmanns nun wahrlich nicht. Tochter Isabel, die die Sportpferde des Stalles erfolgreich auf Turnieren vorstellt, nahm ihren neuen Crack gleich mit auf die Sunshine-Tour und erzielte schon in der ersten gemeinsamen Saison eine Reihe von Platzierungen in S-Springen.
Ein wahrer Siegeszug nahm damit seinen Ausgang. Die junge Amazone und der sprunggewaltige Hengst reihten einen Erfolg in großen Springen an den anderen. Zu den schönsten und wichtigsten zählt Isabel selbst den Sieg im S*** in Kell/See, den 2. Platz im Großen Preis von Rastede mit Siegerrunde, ihren 7. Platz bei der Deutschen Meisterschaft der Damen, die Plätze 3 und 4, die sie jeweils im Großen Preis von Dobrock erzielte, und ihre Silbermedaille bei der Oldenburgischen Landesmeisterschaft. Nicht zu vergessen der 4. Platz im Weltcup-Springen beim Großen Preis von Poznan in Polen ...
Dass ein Hengst dieser Qualität auch züchterisch hochinteressant ist, liegt auf der Hand. Schon am 23. November 2004 stellte man Heops bei einem Sonderkörtermin in Isterberg der Trakehner Körkommission vor. Und die griff mit Kusshand zu: "Sehr großer, aber wohlproportionierter Hengst mit besonders ausdrucksvollem Gesicht und sehr ansprechendem Habitus. Das kräftige Fundament ist mit bedeutenden Gelenken und großen Hufen ausgestattet. Heops verfügt über viel Hals und einen stabilen Rücken. Der sehr rittige und leistungsbereite Hengst galoppiert mit großer Übersetzung und erzielte mehrere Siege und Platzierungen in Springprüfungen der Klasse S in Deutschland, Litauen, Polen, Russland, Spanien und der Ukraine."
Eine schwere Verletzung, die sich Isabel Heckmann bei einem Sturz mit einem jungen Pferd zugezogen hatte, sorgte in der Karriere dieses Traumpaares für eine unliebsame Unterbrechung. Heops wurde zu Hause weiter gearbeitet und trat nur zweimal öffentlich auf: Bei der Hengstschau der Station Böckmann, wo ihn Mario Stevens vorstellte, und bei der Trakehner Hengstschau in Münster-Handorf. Das Experiment ging leider schief, denn Heops und der Bereiter des Stalles Heckmann, der an diesem Tag zum ersten Mal im Sattel des Hengstes saß, kamen überhaupt nicht miteinander klar.
Heops steckte diese Erfahrung sehr gut weg wie überhaupt Isabel Heckmann von der Leistungsbereitschaft und Umgänglichkeit ihres langjährigen Sportpartners schwärmt. Der Hengst brachte seine Reiterin wieder zurück in den Sport. "Er war sozusagen mein Therapiepferd," erzählt sie. "Ohne ihn wäre ich nicht zurückgekommen aufs Turnier."
Das Heops bei aller Exterieurschönheit und dem enormen Leistungsvermögen, gepaart mit unbedingter Leistungsbereitschaft, auch noch im Umgang völlig problemlos ist, macht ihn wahrhaft zu einem Ausnahmepferd der Sonderklasse. "Den fahre ich neben einer rossigen Stute zum Turnier", ist Isabel Heckmann immer noch erstaunt über die Umgänglichkeit des im Deckeinsatz stehenden Hengstes. Auch der häufige Pferdewechsel in einem Handelsstall macht ihm nichts aus, da darf gern auch mal eine Stute die Boxe neben seiner beziehen.
Im September 2008 machte Heops seinem Team Sorgen: Zum ersten Mal in seinem Leben bekam er eine Kolik. So schwer, dass sie vor Ort nicht zu behandeln war. Heops musste in der Klinik operiert werden. Vier Wochen später der Rückfall, eine zweite OP war nötig Heops' Leben hing am seidenen Faden ...
Er bewies Kampfgeist und Härte und präsentierte sich beim Hengstmarkt in Neumünster 2009 fit und vital. In einem bewegenden Schaubild stieg Isabel Heckmann ab, nahm dem Hengst Sattel und Zaum ab und entließ ihn symbolisch aus dem Sporteinsatz nicht nur die Reiterin hatte Tränen in den Augen ...

DER VATER
Heops’ Vater Herson war selbst im Springsport sehr erfolgreich. Eine Reihe von Quellen führt ihn als Mitglied der russischen Springmannschaft bei der Olympiade 1988 in Seoul, unsere eigenen Recherchen konnten das bisher noch nicht bestätigen. In jedem Fall trägt Herson als internationales Springpferd den Elitetitel des russischen Trakehnerverbandes. Und als wäre das noch nicht genug, ist dieser Hengst auch abstammungsmäßig ein Edelstein höchster Güte: Sein Pedigree liest sich wie ein Who is who der russischen Leistungspferdezucht.
Herson ist als Eol-Sohn ein Halbbruder u.a. des Blesk. Der springbetont gezogene und selbst im Springsport bis hin zum UdSSR-Meistertitel von 1981 erfolgreiche Hengst ist Vater zahlreicher Dressurpferde in unseren Breiten am bekanntesten ist der Trakehner Elitehengst Biotop, das letzte große Dressurpferd von Dr. Reiner Klimke. Heops’ mütterliche Urgroßmutter Olcha v. Plafon xx brachte mit Blesk dessen zweifellos beste Tochter: Obitel, Mutter des Spring- und Zuchthengstes Oreol v. Espadron und des bei der ATA gekörten Fuchses Oskar v. Hockey. Eol gilt als „tragende Säule“ der russischen Trakehnerzucht.
Ostrjak, der prägende Vererber der Kirower Zucht über Jahre hinweg und Stammhalter des Pilger-Blutes, hinterließ neben Eol und dem Olympioniken Topki noch weitere Nachzucht, die auch in der deutschen Trakehnerzucht über klangvolle Namen verfügt: Seine Tochter Soluschka aus derselben Sapadnja v. Sund gezogen, aus der auch die unten angeführte überragende Vererberin Hasa stammt ist die Großmutter des selbst im Springsport hart geprüften, ausstrahlungsstarken schwarzen Sapros, der im Gestüt Vogelsangshof wirkt.
Als Sohn der Spitzenstute Hasa ist Herson ein Halbbruder zu einer anderen russischen Vererberlegende: Hockey. Er hat die weltweite Trakehnerzucht beeinflusst wie kein zweiter Hengst vor und nach ihm. Sein Name ist sowohl auf der Vater- als auch auf der Mutterseite in jedem Pedigree zwischen Ural und Mississippi gern gesehen.
Hockeys und Hersons wertvolle Mutter Hasa, eine braune Stute des Jahrgangs 1957 mit den Maßen 1.60/195/21.0, war eine typische Vertreterin der Kupferhammer-Linie. Eleganz mit viel Kaliber typisch für diese Linie verkörperte diese Stute mustergültig. Hasa wurde Mutter von 15 Fohlen (sieben Stut- und acht Hengstfohlen). Sechs ihrer Töchter wurden aufgrund ihrer Nachzucht Elitestuten, 16 Enkelinnen sind in der Zucht. Vier von Hasas Söhnen wurden Beschäler. Neben Hockey und Herson sind das Haimat ein Elitehengst, der in der Ukraine im Sport und in der Zucht eingesetzt wurde und Eskort v. Ekspromt Elitehengst im Gestüt Niitvälja in Estland.
Hasas bedeutendste Tochter ist Tichonja, die Mutter des Elitehengstes und internationalen Grand-Prix-Dressurpferdes Topot wurde. Topot stammt von Papirus, der auch Muttervater des Perechlest ist. Topot ist der Vater des Elitehengstes und internationalen S-Springpferdes Granit. In Deutschland erlangte Tichonjas Sohn Trafaret einige Bedeutung, er hinterließ der Zucht in der ehemaligen DDR Ostdeutschlands wohl populärsten Beschäler: Sonnenstrahl. 1.62 m Stockmaß groß und mit sage und schreibe 95 Exterieurpunkten (von 100 möglichen) gekört, vertrat Trafaret die Hengstlinie des Parsival über Hirtensang.
Hasas Vater Chrisolit ist ein Sohn des noch in Deutschland geborenen Chitrez (Helikon x Tropenzone), begann seine Sportkarriere erfolgreich, starb aber sehr früh aufgrund eines Leistenbruchs. Er hinterließ 58 Nachkommen, darunter drei Hengste, die sowohl im Sport als auch in der Zucht erfolgreich waren: Chochot (Khochot), Chrip (Khrip) und Chrust (Khrust). Hasas Mutter, die ostpreußische Stute Sapadnja v. Sund (Pilger x Susanne), hat in Russland eine eigene Familie begründet. Sapadnja ist auch die Großmutter des in Deutschland bekannten Hengstes Sapros.
DIE MUTTER
Außer bei ihrem ersten Fohlen Heops wurde die 1990 geborene braune Olimpiada stets mit Vollblut angepaart; sie brachte weitere, bisher aber züchterisch noch nicht bedeutende Nachkommen von Avat xx, Getman xx, Art xx und Flagman xx. Olimpiada ist sicher eine der ganz wenigen Stuten, die zur gleichen Zeit mit zwei Nachkommen in der Weltrangliste in diesem Fall Springen vertreten waren: 2005 mit Heops und Ola.
Olympiadas Tochter Ola (geb. 1995) trägt als internationales Springpferd den Elitetitel, ihr Vater Avat xx ist ein Sohn des Athens Wood und entstammt damit dem auf Sicambre, einen vielfachen Gruppe-I-Sieger (u.a. Grand Critérium und Grand Prix de Paris in Longchamps, Prix du Jockey Club in Chantilly), zurückgehenden Hengstzweig. Sicambre ist nicht nur Vater des Celtic Ash (Sieger der Belmont Stakes, New York) und damit Großvater des Athens Wood (Sieger im St. Leger, Doncaster), sondern auch Vater des Sacramento Song xx, der für die Holsteiner und Oldenburger Zucht trotz kurzer Einsatzzeit immense Bedeutung gewann. Auf diesen klassisch gezogenen Engländer geht in heutiger Zeit etwa Oldenburgs ganz großes Aushängeschild Sandro Hit zurück. Für die Trakehnerzucht am bedeutendsten dürfte Sacramento Songs Tochter Karmen II (Familie Michalski) sein, die Mutter von Kunta Kinte TSF und Karana sowie Großmutter von Karlos Santana (BuCha 2007) und Kristeban (BuCha 2008). Athens Woods Sohn Gerodot ist Vater des im vergangenen Jahr für die deutsche Trakehnerzucht anerkannten Gluosnis xx, selbst internationales Springpferd und in Polen auf Station. Avats Mutter Aerola ist eine Tochter des Franzosen Balto, der 1961 den Grand Prix in Paris-Longchamps und ein Jahr später den Ascot Gold Cup gewann. Baltos Tochter Gambia II ist die Vatermutter des einzigen vollblütigen Elitehengstes der Trakehnerzucht, Beg xx. Balto ist ein Sohn des Wild Risk, dessen Nachkommen viel zur Veredlung in den Warmblutzuchten beitrugen (Lauries Crusador xx, Condrieux xx, Julio Mariner xx, Really Fabulous xx und auch Frescobaldi xx).
Olimpiadas Vater ist der Elitehengst Pavitsch, der in der Zucht recht stark genutzt wurde. Unter seinen vier gekörten Söhnen sind der internationale Springer Propan a.d. Perzovka v. Podarok und der nach Deutschland gegangene Repoval a.d. Revisija v. Vichodez. Acht Pavitsch-Töchter werden in der Zucht eingesetzt, die beste dürfte allerdings die Elitestute Olimpiada sein. Pavitsch ist ein Sohn des Elitehengstes Vek, der selbst international Vielseitigkeit gegangen ist. Von Vek wurden allein aus dem Jahrgang 1984 fünf Söhne gekört, dann allerdings ließ der "Run" auf den Hengst nach. Veks Vater Epigraf zählt zu den Größen der russischen Trakehnerzucht. Der 1955 geborene Schwarzbraune war ein Sohn des unter dem Namen Eifel bekannt gewordenen Torero, der wiederum ein Vollbruder zum in Westdeutschland zu Stempelhengst-Meriten gekommenen Totilas war. Epigraf war damit in 2./3. Ahnenreihe auf Pythagoras ingezogen. Der Hengst machte sich als Springpferd einen Namen, trug den Elitetitel und prägte vom Gestüt Dovator aus die weißrussische Zucht. Zu seinen bekanntesten Söhnen zählen neben Vek der stark genutzte Rappe Igrek und der Palominohengst Enisej, der international Dressur ging und Elitehengst der Landeszucht wurde. Enisejs gleichfarbiger Vollbruder Evfrat war ebenfalls erfolgreich im Dressursport unterwegs.
Pavitschs Mutter Pavlinka ist mütterlicherseits eine Enkelin des in Polen gezogenen Kirowers Achmad und bringt so in Kombination mit Olimpiadas Mutter Okruga, die väterlicherseits ebenfalls eine Achmad-Enkelin ist, eine interessante Linienzuchtkomponente in Olimpiadas Pedigree.
Olimpiadas Mutter Okruga brachte 16 Fohlen und vertritt die russische Stutenfamilie N 1374, die auf der Hauptgestütsstute Handelskammer basiert. Handelskammer v. Ararad/Moet xx/Greif xx begründete in Westdeutschland über ihre Polarstern-Tochter Handschelle eine Stutenfamilie, aus der als bis heute bedeutendstes Produkt der Hengst Habicht hervorging. Okruga, Vollschwester der Elitestute Orliza (Mutter des Starhorse-Elitehengstes Obrjad), ist Mutter des gekörten internationalen Springhengstes Obelisk v. Espadron und von fünf zuchtaktiven Töchtern.
Okrugas Vater Almanach I gehörte zu den am meisten genutzten Hengsten in seiner Zucht- und Wirkungsstätte, dem Gestüt Kirow. Der Braune, der noch sechs Vollbrüder allerdings ohne seine Bedeutung hatte, hinterließ der Zucht zehn gekörte Söhne, darunter als hierzulande bekanntester den Hengst Trafaret, der Vater des Sonnenstrahl und des Elkadi II sowie Muttervater von Der Dürer und Solar wurde. Auch Almanachs Töchter wussten sich züchterisch zu bewähren, so stammt der bekannte Beschäler Telets aus einer Almanach-Tochter, auch das Grand-Prix-Pferd Zaporozets v. Hockey hat eine Almanach-Mutter.
Almanachs Vater Achmad, im polnischen Liski gezogen und im ukrainischen Kirow züchterisch genutzt, vertritt wertvollstes Trakehner Blut. Sein Vater Celsius ist ein Sohn des Hirtensang, seine Mutter Akcja, deren Vater Polarstern übrigens ein Vollbruder zu Polarfahrts Mutter war, hinterließ der Zucht drei hervorragende Söhne: eben den 1951 geborenen Achmad fürs Gestüt Kirow, den 1953 geborenen Akcjonariusz, der in Polen blieb, und den 1958 geborenen Drusus v. Moskit. Akcjonariusz war über seinen Vater Sandor ein Tempelhüter-Enkel und hinterließ unter seinen Nachfahren den in Polen hochgeschätzten Springvererber Arianin, den nach Deutschland gegangenen Mazagran, den Sohn Paks mit seinen Urenkeln Abrek und Biotop sowie mit Tranzyt den Vater des in Westdeutschland zum Stempelhengst avancierten Patron. Drusus war als Moskit-Sohn ein Enkel des Semper Idem und hinterließ der ostdeutschen Trakehner- und Landeszucht eine Reihe bester Pferde, darunter die Elitetöchter Dornrose und Grenzdirne.
Almanachs Mutter Chrupkaja, eine mütterliche Schwester der Hartia v. Hitrez, die den Beschäler Etjud gebar, bringt mit dem Helikon-Enkel Chrisolit eine weitere interessante Linienzucht in die 3./5. Generation, denn auch Heops' Vatersmutter Hasa ist eine Tochter des Chrisolit.
Wie Sapros und dessen mütterlicher Halbbruder, das Mannschafts-Springpferd Sritel (UdSSR, Olympia Seoul 1988), stammt auch Okruga aus einer Tochter des auf Graditzer Basis gezogenen Plafon xx, dessen Vater Faktotum u.a. Sieger im Derby der Sozialistischen Republiken in der Sportpferdezucht Osteuropas über Legendenstatus verfügt. Sein Vater Harlekin, ebenfalls Derbysieger, führt über Fels das Blut der Ausnahmestute Festa v. St. Simon und weiter den erstklassigen Hannibal, den Siegfried Graf von Lehndorff gemeinsam mit Chamant, Nuage, Dark Ronald und Herold zu den fünf Vollblütern zählt, die sich in Graditz von 1866 bis 1922 am besten bewährt haben. Olcha ist mütterlicherseits eine Halbschwester der Beschäler Obval v. Welt und Obvod v. Vichodez. Ihre Mutter Obida stammt von Ossadok, wie Hersons Großvater Ostrjak ein Sohn des Ossian womit auch in der absteigenden weiblichen Linie ein Quantum Pilger-Blut in Heops' Pedigree einfließt. Obidas Mutter Bagrjanaja hat den Vollblüter Brom xx zum Vater, ihre Mutter Goldenkammer wurde 1943 noch in Trakehnen geboren, ist eine Tochter des Polarstern und der Handelskammer und damit Vollschwester der in Westdeutschland verdienten Handschelle.
NACHZUCHT
Heops’ erster Fohlenjahrgang in Deutschland wurde 2006 geboren. Der gut genutzte Hengst unterstrich mit diesem Jahrgang die altbekannte Tatsache, dass viele russische Hengste trotz edlen eigenen Erscheinungsbildes nicht unbedingt zu den Veredlern zu rechnen sind. Je nach Blutanteil der Mutter waren die Fohlen des „Springhengstes 2005“ durchaus kräftig und eher im Warmbluttyp stehend.
Ein brauner Sohn a.d. Hofdame von der Heide v. Amiego / Mackensen / Pasteur xx aus der Zucht von Manfred Rüter, Dorsten, zählte zur Fohlenkollektion des Hengstmarktes 2006, wo er den Weg in die USA nahm. Unter dem Namen Hofherr wurde der im Besitz von David Beatties KD Trakehners stehende Hengst bei der ATA gekört. Sein ein Jahr jüngerer Vollbruder ging 2007 in Neumünster ebenfalls im Auktionsring der Fohlen. Ein weiterer Heops-Sohn a.d. Kaipirinha v. Heraldik xx aus der Zucht von Alois Liegl, Obing, bereicherte die Fohlenkollektion in Neumünster 2008.
In Russland hatte Heops schon früher Nachzucht, einige wenige Nachkommen werden heuer bereits 9-jährig. Heops' Reiterin Isabel Heckmann hat selbst schon mehrere dort gezogene Nachkommen ihres Hengstes gesehen und unter dem Sattel probiert. Wie auch der im Hause Heckmann selbst gezogene Heops-Sohn ähneln die Nachkommen in Russland und Estland ihrem Vater von Typ, Körperbau und Springmanier sehr. Einige junge Nachkommen sind in Nachwuchsprüfungen auch schon erfolgreich.
Mit dem 2004 in Estland gezogenen Rappen Poheem a.d. Patricia v. Pohoch wurde bereits ein Sohn gekört eine Ehre, die den im ersten deutschen Jahrgang im Rahmen der Vorauswahlreise für den Hengstmarkt vorgestellten hiesigen Söhnen im körfähigen Alter verwehrt blieb. Oktagon, aus einer Sixtus-Stute gezogen, hätte anlässlich der Frühjahrskörung noch eine Chance auf das positive Urteil gehabt.
Auch in der Landeszucht wurde Heops auf der Station Böckmann sehr gut angenommen. So gibt es Nachzucht von Heops aus einer international gegangenen Vielseitigkeitsstute und aus einer in M/A- und S-Springen platzierten Stute.
Für die Trakehnerzucht stellte Heops beim Hengstmarkt 2009 seinen ersten gekörten Sohn: Come Close a.d. Charts vom Klosterhof v. Almox Prints J konsequent auf Springen gezogen und entsprechend auch mit der höchsten Springnote der Körveranstaltung ausgezeichnet. Anlässlich der Zentralen Eintragung 2010 in den Neuen Bundesländern Süd stellte Heops in Moritzburg mit Okarina aus der selbst im Vielseitigkeitssport geprüften Oktave v. Sixtus die Siegerstute.
Der rein Trakehner gezogene Persson a.d. Perdita IX v. Tambour ist beim ZfdP gekört, in Neustadt/Dosse leistungsgeprüft und wurde vom Bayerischen Verband für eine begrenzte Stutenzahl anerkannt. Mittlerweile hat er eine Sportkarriere angetreten und wurde bereits beim 12. Bayerischen Trakehner-Turnier 2010 in Mainburg Bayerischer Trakehner Springpferde-Champion.

© Karin Schweiger 2009/2010
Fotos: HP Hengststation, trk-base.com
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