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E.St. Banteer
Forum/Elitestuten/Banteer

Banteer

Foto: Julia Rau
Parforce
*1982
Habicht
*1967
Burnus AA
*1948
Hallo
*1952
Punchestown Lady xx
*1973
Wily Trout xx
*1960
Actina xx
*1961
Bachcantate xx
Pasteur xx
*1963
Bürgermeister xx
*1944
Praline xx
*1954
Ballyvergin Lady xx
*1967
Seminole II xx
*1959
Some Sister xx
*1961

09/09003/91 - Familie E1J der Ballyvergin Lady xx
Schwarzbraun *05.11.1990

Züchter: Jörg Freiherr von Imhoff, Remlingen/Bayern
Besitzer: Jörg Freiherr von Imhoff, Remlingen/Bayern

Maße: 1.64/20.6 - Bewertung: 7.5,7.0,7.5/7.5,7.0,8.0/8.5

Eigenleistung Siege/Platzierungen in Geländeprüfungen bis Kl. S
Zuchtleistung 2/2

bis 03 im Sport
05 W B v. Ticiano Tally Ho (ZfDP)
06 H B v. Heops Bestman
07 H v. Heops


Banteer ist eine Vollschwester der ebenfalls zur Elitestute gekürten Bunbury. In vielen Dingen stand Banteer der jüngeren Bunbury nach, doch eines haben die beiden so unterschiedlichen Schwestern gemeinsam: das Zeug für den ganz dicken Busch ...


Banteers Mutter Bachcantate xx im Sport

Pedigree

Banteer ist die Enkelin zweier irischer Vollblutstuten. Gerade irische Vollblutstuten, die in der Regel von Kaliber, Reitpferdepoints sowie Springmanier und -vermögen weit näher an die Vorstellungen von Sportpferdezüchtern herankommen als deutsche oder gar US-amerikanische Flachrennpferde, haben in der Trakehnerzucht einige wichtige Stämme begründen können. Erinnert sei hier nur beispielgebend an die legendäre Arcticonius xx, die die Zucht über ihren Sohn Arogno über Jahre nahezu dominiert hat und mit weiterer hervorragender Nachzucht auch heute noch aus vielen Pedigrees nicht wegzudenken ist.
Banteers väterliche Großmutter Punchestown Lady xx war selbst international erfolgreiches Vielseitigkeitspferd und wurde Mutter des Parforce - ein Hengst, der nicht nur selbst Springen bis zur Klasse S ging, sondern auch Vater internationaler Vielseitigkeitspferde, Vater des über Jahre erfolgreichsten Trakehner Springpferdes und Vater von vier Trakehner Elitestuten ist - mehr hat kein anderer Trakehner Hengst in der Liste ...
Banteers mütterliche Großmutter Ballyvergin Lady xx war eine Stute, die eben nicht nur mit ihren beiden hervorragenden Enkeltöchtern Banteer und Bunbury aufgefallen ist. Vielmehr war auch ihr gekörter Sohn Bukephalos - ein hartes, bis **-Niveau in Vielseitigkeit erfolgreiches Pferd, dessen Zuchtkarriere unter seiner seltenen Roanfärbung litt - ein Spitzenpferd, desgleichen ihr Enkel Balzflug, der selbst bis zur höchsten Klasse erfolgreich Dressur ging und als Vererber in Holland sehr gefragt war.
Mit dem deutschen Vollblüter Pasteur xx brachte Ballyvergin Lady xx die Tochter Bachcantate xx - und die hat sich mit ihren beiden Töchtern ein Denkmal der besonderen Art gesetzt. Auch hier ging aber nichts ohne eigene Leistung: Bachcantate xx ging erfolgreich Vielseitigkeitsprüfungen bis zur Klasse L, bevor sie ihre Gene weitergeben durfte. Jörg von Imhoff traf eine sehr weise Entscheidung, als er die Stute zu seinem selbst gezogenen Hengst Parforce brachte, denn so unterschiedlich die aus dieser Paarung gefallenen Stuten sind, eines haben sie gemeinsam: den Willen und das Vermögen für den ganz großen Busch ... 1988 wurde das erste Fohlen aus dieser Verbindung geboren, eine wunderschöne Stute namens Blarney, die sechsjährig nach Irland verkauft wurde, wo ihr neuer Besitzer und Reiter Christoph Amerian gleich den ersten Start in einer Vielseitigkeitsprüfung zu einem Sieg machte. Blarney ist inzwischen mehrfache Mutter.


Galoppier- und Springvermögen rissen so manchen erfahrenen Beurteiler "vom Hocker": Banteer konnte auch ganz dick ...

Eigenleistung

Im Gegensatz zu ihrer jüngeren Schwester Bunbury, die sowohl sportlich als auch züchterisch eine geradlinige Karriere machte, war Banteer ein "heißer Ofen" und wahrlich nur von wenigen Piloten zu handhaben.
Wolf-Dietrich Nahr portraitierte sie so: In der aktiven Zeit wurde die Stute mit allen möglichen Superlativen bedacht. Schon auf der Fohlenkoppel des Gestüts Altefeld in Hessen ließ die junge Stute ihr überschäumendes Temperament erahnen. Carsten Röhnert kanalisierte zunächst die Energie des jungen Pferdes, bevor Katrin Steinheuer, später Mannschaftseuropameisterin der Junioren, in den Sattel der rasanten Stute stieg und sich dabei "wie in der Formel Eins" fühlte, wie es in einem Bericht der Trakehner-Hefte heißt. Sechsjährig kam Banteer dann zu dem erfolgreichen Championatsreiter Dr. Matthias Baumann (Mannschaftsgold Seoul 1988, Teambronze in Stockholm und Barcelona). Der Veterinär denkt mit gemischten Gefühlen an die Stute: "Banteer ist das intelligenteste Pferd, das ich je geritten habe. In meiner Karriere hat mich kein Pferd so oft abgeworfen wie sie." Springsport-Legende Hans-Günter Winkler staunte nur noch: "Ich habe noch nie ein Pferd mit so einem Galoppiervermögen gesehen." Besitzer von Imhoff berichtet voller Stolz, dass Banteer ehedem als das "beste Pferde in der ganzen Szene" gegolten habe. Ein wahrer "Busch-Ferrari" sei sie gewesen; eine "Primadonna" ist sie heute noch, die auf der Koppel "alle Stuten mit einem Augenaufschlag im Griff hat". Der Höhepunkt der langen sportlichen Karriere von Banteer war der Drei-Sterne-Auftritt beim traditionell schweren Event im französischen Saumur im Jahr 2000.
Banteer trug den "Nachnamen" TSF, wurde also vom Trakehner Förderverein unter die Fittiche genommen und lief Werbung für ihre Rasse. 2003 wurde die Stute in Kreuth "in perfektem Zustand" aus dem Sport verabschiedet.


Mit "einem Augenaufschlag" auf der Koppel alles im Griff ...

Nachzucht

Züchter und Besitzer Jörg von Imhoff hat wohlweislich bis zum Ende ihrer Sportkarriere gewartet, bevor er Banteer der Trakehner Eintragungskommission vorstellte. Denn ein Modellpferd wie Bunbury ist die große Schwester nicht. Ebenso wie die Mutter wird sich wohl auch die Nachzucht unter dem Sattel beweisen müssen ... Bisher ist Banteer Mutter von zwei Fohlen: Von dem Hengst Ticiano (v. Tagant xx), unter Stefan Rödl im Busch unterwegs, stammt der Sohn Tally Ho. Von dem genetisch sehr interessanten russischen Trakehner Heops (v. Herson), der selbst inzwischen Weltcup- und Nationenpreis-Platzierungen hat, brachte Banteer 2006 einen weiteren Sohn, für 2007 erwartet Züchter Jörg von Imhoff erneut ein Fohlen aus dieser Anpaarung.

Text und ©: Karin Schweiger 2007


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