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E.St. Susi
Forum/Elitestuten/Susi

Susi V


Elitestute Susi V 1997 mit Hengstfohlen "Sir Graditz" v. Inster Graditz bei Fuß

Cesar
R. *1966
Ozean
B. *1952
Ernest
Selma
Ceder
F. *1951
Tropenwald
Centifolie
Sonja XI
Sch. *1972
Etong
Sch. *1967
Maharadscha
Etüde
Simone III
R. *1968
Abendregen
Sybille V

09/00334/80 - Familie O231 Suschka (Waschkies, Bremen)
Schimmel *21.03.1980 +2000

Züchter: Andreas Feckl, Dorfen/BAY
Besitzer: Andreas Feckl, Dorfen/BAY

Maße: 1.63/192/20.5 - Bewertung: 7,7,8/6,7

Eigenleistung -
Elitestutenqualität Mutter der gekörten Hengste Suchard und Sir Graditz sowie des Springpferdes Schimanski
Zuchtleistung 7/6

86 S Sch v. Kassius Silvana II
89 H Sch v. Kassius Suchard (LGS 5.609 €)
90 W Sch v. Kassius Schimanski (LGS 1.017 €)
92 W Sch v. El im Cal xx Seppi
96 v. Inster Graditz +
97 H Sch v. Inster Graditz Sir Graditz
00 S Sch v. Parforce Sahara (LGS 76 €)


Eher einer Zufallspaarung als gezielten züchterischen Überlegungen entsprang die Schimmelstute Susi. Vater Cesar, sonst für andere Qualitäten durchaus geschätzt, hatte hier nur die Aufgabe, für ein ruhiges Temperament des Fohlens zu sorgen - eine weitere Aufgabe, die dieser Hengst mit Bravour erfüllte. Das Produkt des ruhigen Cesar und der "g'spinnerten" Sonja stammt eigentlich aus der Zucht von zwei Jugendlichen, nämlich von Andreas Feckl und seinem Bruder im oberbayerischen Dorfen, und war der erwünschte Goldschatz: Temperamentvoll und leistungsbereit, dabei aber ungemein brav. Die schöne Schimmelstute bewährte sich bei allem, was ein Familienpferd auf dem bayerischen Dorf so können muss - reiten und da vor allem springen, vierspännig vor der Kutsche gehen, den Maibaum (ver)ziehen und gute Fohlen bringen.


Zwei Trakehner Schimmelstuten beim Maibaumschleppen - vorne Silvana, dahinter Mutter Susi

Zwanzig Jahre wurde die Allrounderin alt, bevor sie sechs Wochen nach der Geburt ihres letzten Fohlens an einer schweren Kolik einging. Sechs Kinder hinterließ sie in ihrer Zuchtstätte, davon zwei Töchter, mit denen Andreas und Lisa Feckl in kleinem Umfang weiterzüchten.

Pedigree

Der Rappe Cesar war mittelgroß, stand in gutem Rahmen und verfügte über ein "einwandfreies Gebäude" (Hengstbuch). Sein Schwachpunkt waren sicher die Grundgangarten, die ihm auch bei der Hengstleistungsprüfung wenig schmeichelhafte Noten einbrachten. Er zählte nicht gerade zu den gefragten Hengsten der Zucht und verunglückte 19-jährig tödlich. Cesar hat ein paar wenige sehr gute Springpferde gemacht, u.a. den über Eigenleistung gekörten Heimherr - der übrigens auch einen einzigartigen Charakter hatte. Heimherr ging mit rund 100 Siegen und Platzierungen in den Klassen M/A und S unter Ralf Runge im Springsport und war 1985 erfolgreichstes Trakehner Springpferd. Vereinzelt paarte sein Reiter ihn mit Zweibrückerstuten an. Happy Girl zum Beispiel war mehrfach Siegerin in Großen Preisen, die Stute ging aber achtjährig ein. Unter 46 Cesar-Nachkommen waren neun in den Klassen L bis S platziert, Icebelle, der erwähnte Heimherr und Heimwind gingen S-Springen, Akrobat M-Springen.

Cesars Vater Ozean gilt als einer der besten Springvererber der Trakehnerzucht - ein Bonus, von dem sicher auch sein bekanntester Enkel Grannus zehrt. Die Mutter Ceder entstammt der umfangreichsten und ältesten Hauptgestütsfamilie, die der 1787 eingestellten Fatme. Ihre Mutter Centifolie v. Masaniello xx begründete einen eigenen Zweig. Ceder ist Halbschwester des Vielseitigkeitspferdes Centauer v. Hansakapitän und des in Schweden und Kolumbien eingesetzten Beschälers Centurio v. Sporn. Ceders Tochter Cera v. Ostwind brachte der Zucht den Hengst Calif v. Hemmingway, der nach Paraguay ging, den Hengst Caroll v. Polargeist, der in Dressur bis Klasse M, in Springen und Vielseitigkeit bis Klasse L turniererfolgreich war, das S-Dressurpferd Carman v. Tenor sowie die in Dressur bis Klasse L erfolgreiche Landesschau-Stute Celia III v. Herzbube.

Die Schimmelstute Sonja XI war in ihrer Machart eine typische Tochter des edlen Beschälers Etong, der seinerseits vom stark arabisch geprägten Hauptbeschäler des Schwaighofs, Maharadscha, und der Lieblingsstute von Bayerns Trakehner Grande Dame Irene Reverchon, der hochedlen Etüde v. Jonkheer xx, stammte. Arabischer Überguss kam bei Etong also von Vater- und Mutterseite, denn Etüde stammte aus der von Lenski'schen Elfe-Dynastie. Etong war selbst in Dressurprüfungen bis zur Klasse S erfolgreich und durfte sein bemerkenswertes Springtalent im Gestüt Schralling von Hans Ernst Wezel, wo er ein gut Teil seines Deckeinsatzes verbrachte, oft genug unter Beweis stellen. Die Mutter Simone III geht über die bewährten Beschäler Abendregen - Komet - Humboldt und den Vollblüter Adlerschild xx auf die Stammstute Suschka zurück. Aus deren Familie gingen u.a. der S-Dressur-erfolgreiche Elitehengst Stettin v. Magnet, das S-Dressurpferd Solitär v. Flaneur, das S-Springpferd Sperber v. Donauwind sowie das S-erfolgreiche Fahrpferd Stanley v. Waldzauber hervor.

Nachzucht

Susi schenkte ihrem Züchter Andreas Feckl in sieben Zuchtjahren sechs Fohlen. Zwei davon waren gekörte Hengste, die beide im Springen bis zur Klasse S Erfolge aufweisen, ein weiterer Sohn ist in Springen bis zur Klasse M erfolgreich. Zwei Töchter, darunter Bayerns Beste Vierjährige von 2004, teilen sich den Platz ihrer Mutter in der Zucht.

Silvana II kam 1986 auf die Welt und war die erste von drei Vollgeschwistern. Ihren Vater Kassius hatte Feckl durchaus mit Bedacht gewählt, zählt doch dieses Juwel Webelsgrunder Machart zu den verkannten Genies der Zucht. Vor allem über seine Töchter konnte dieser selbst championatserfolgreiche Fuchs beweisen, welche Leistungsanlagen er zu verankern verstand. Silvana wurde bis jetzt Mutter von vier Fohlen: Die jetzt 7-jährige Fuchsstute Santa Lucia v. Luigi xx wurde von Gila Arnold mit Erfolgen bis Klasse L in den Vielseitigkeitssport gebracht und ist vor einer Woche nach Finland verkauft worden; ein weiterer Luigi xx-Nachkomme wurde nach Norddeutschland verkauft; ebenso Sammy Davis jr. Der jetzt 4-jährige Sassou v. Oxford steht noch im Züchterstall und hat ganz offenbar genug Talent, um dereinst seinen berühmten Onkeln in die springsportlichen Fußstapfen zu folgen.


Suchard, hier unter Heino van Loon unterwegs, war 1996 der gewinnreichste Trakehner Hengst im Springsport. Zusammen mit Sixtus vertrat er die Trakehner Farben beim großen Europaturnier in Zangersheide

Suchard, 1989 geboren, dürfte Susis Meisterstück sein. Der Schimmelhengst war erfolgreich im Springsport bis zur Klasse S und stand zeitlebens bei Dr. Ursula Mittermayer auf Station. Sein züchterisches Erbe traten vier Söhne an: Lossow und Lessen, beide aus der Bundessiegerstute Lossainen v. EH Louidor gezogen, sowie Budweiser Classic und Balisto Z, beide aus der Bernina V v. EH Anduc gezogen. Gewinnreichstes Sportpferd von Suchard ist Elmar Leschs Vielseitigkeitscrack Finch Hatton TSF a.d. Folie Bergère xx v. Frontal xx. Lessen, seinerzeit Prämienhengst, ist inzwischen Wallach und eifert seinem Vater in den großen Springparcours in Großbritannien nach. Lossow, ebenfalls mit Erfolgen im Springsport, ist heute auf der Station Hollmann im Zuchtbezirk Westfalen stationiert. Leider stehen auch die ebenfalls bis Klasse S bzw. M sporterfolgreichen Budweiser Classic und Balisto Z - wie der Name schon andeutet, übrigens der erste Trakehner im Gestüt Zangersheide - der deutschen Zucht nicht mehr zur Verfügung.


Auch hier sitzt Heino van Loon im Sattel - der Kämpfer unter dem Sattel ist jedoch Suchards Bruder Schimanski

Schimanski war der ein Jahr jüngere Vollbruder des Suchard. Auch er erzielte mit Siegen und Platzierungen bis zur Klasse M im Springen ein Gewinngeld von über tausend Euro.

Aus der Anpaarung mit El im Cal xx entstand ein kleineres Pferd - wie überhaupt Susis Kinder nicht die größten, dafür aber mit Mut und Kämpferherz ausgestattet sind - mit dem sehr passenden Namen Seppi, der ihm auch blieb. Er wurde an eine junge Ärztin verkauft, für die er geliebtes und hoch geschätztes Freizeitpferd ist.


Sir Graditz oder "Silvie", wie ihn seine englischen Fans nennen, gehört zur Elite in Großbritannien

Ihre eigene Ausnahmeklasse stellte Susi mit dem 1997 geborenen Sir Graditz unter Beweis - denn Susi brachte auch mit dem Beschäler Inster Graditz einen Klassehengst. Sir Graditz präsentierte sich auf der Körung noch sehr grün und fand aufgrund seiner Talente am Sprung in Großbritanniens Springsportmäzenin Ingrid Christodoulou eine engagierte Liebhaberin. Sie ließ dem Hengst viel Zeit für seine Entwicklung - inzwischen ist er unter Andrew Davis auf englischen Turnierplätzen hocherfolgreich. Immerhin besitzt er bei seinen zahlreichen Fans schon einen Spitznamen: "Silvie" stieg als erster und einziger Trakehner in die gerade mal 13 Hengste starke Silber-Elite-Liste der British Show Jumping Association auf.


Sahara war "Beste Vierjährige" bei der Eintragung

Susis letztes Fohlen stammt von Parforce und ist eine Stute mit für Susis Nachkommen außergewöhnlich viel Rahmen und Kaliber. Als Sahara wurde sie Beste Vierjährige bei der Zentralen Stuteneintragung des Zuchtbezirks Bayern 2004. Gila Arnold führte die Stute im Vielseitigkeitssport schon zu einigen schönen Erfolgen, und sie soll auch zunächst im Sport bleiben, bevor Feckl sie züchterisch einsetzen möchte.

Text und ©: Karin Schweiger 2007


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