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Cavallieri xx


Fuchs, unreg. St., Schn., bd. Hf
geb. 12.09.1988

Maße in cm:
 StockmaßBrustumfangRöhre
2½ jährig
volljährig16922

Züchter:
P.J. u. P.M. Vela (Neuseeland)
Aufzüchter:
ders.

Gekört 2001 in Alsfeld

Pedigree

Gaius xx, F. Sallust xx, F. Pall Mall xx, F. Palestine xx
Malapert xx
Bandarilla xx, F. Matador xx
Interval xx
Sandford Lady xx, B. Will Somers xx, B. Tudor Minstrel xx
Queen’s Jest xx
Hill Queen xx Djebel xx
Home Rule xx
Beychevell xx, B. Uncle Remus xx, B. Bandmaster II xx, B. Sovereign Path xx
Choir Practice xx
Tusitala xx, B. Talismano xx
Starophelia xx
Sun County xx, B. Shifnal xx, F. Star Kingdom xx
Oceana xx
Sunny Brae xx, B. Chartsworth II xx
Fair Lynn xx

Hengstlinie des Fair Trial xx (Eclipse xx), Stutenfamilie der E7 Darcy’s Black Legged Royal Mare xx

Eigentümer

1988 – 1995: In Neuseeland
seit 1995: Dr. E. Bodenmüller, Schweiz

Stationierung

bis 1995: w. n. b. Neuseeland
1995-2000: Dr. E. Bodenmüller Schweiz
2001-2006: Leihhengst Haupt- u. Landgestüt Marbach Baden-Württemberg
seit 2007: Leihhengst Gestüt Kempke Hof (I. Denkhaus) Mecklenburg-Vorpommern

Eigenleistungen

Hengstleistungsprüfung keine (Eigenleistung im Renn- und Springsport)

Charakter: - Schritt: -
Temperament: - Trab: -
Leistungsbereitschaft: - Galopp: -
Leistungsfähigkeit: - Springanlage: -
Rittigkeit: - Geländeprüfung: -
Rittigkeitsindex: - Springindex: -
Gesamtindex: - Leistungsklasse: -

Turniersporterfolge:
platziert in Springen Kl. S (Schweiz), im Rennsport 2- bis 5jährig 13 Platzierungen und 3 Siege bis einschl. Gruppe I, GAG 100,5 kg, Gewinnsumme 376.187 NZ $

Nachzucht

Exterieur nicht gelistet, da erforderliche Mindestanzahl von 10 beim Trakehner Verband eingetragenen Töchtern nicht erfüllt.

Gekörte Söhne (0):

Töchter (0):

Nachkommen im Sport:
Eingetragene Turnierpferde:41 LGS 3643,-€ Stand 2008
davon mit Platzierungen:11 JGS 1685,-€ Stand 2008
davon in Klasse M. und S.:Dre. S 3 Stand 2008


Der Vollblut-Fuchshengst Cavallieri xx wurde im September 1988 in Neuseeland geboren. Er lief im Alter von zwei bis fünf Jahren Flachrennen; sein bedeutendster Erfolg war der Sieg im New Zealand Herald-Derby, einem Gruppe 1-Rennen über 2.400 Meter. Im Melbourne-Cup, dem größten Rennen auf der Südhalbkugel, belegte er Rang fünf über 3.200 Meter. Insgesamt erzielte er drei Siege und dreizehn Platzierungen in Neuseeland und Australien, die ihm eine Gewinnsumme von 376.187 NZ $ und ein GAG von umgerechnet 100,5 kg brachten.

Nachdem Cavallieris Rennlaufbahn beendet war, deckte er 1995 ein Jahr in der neuseeländischen Vollblutzucht; dann erwarb ihn der Schweizer Tierarzt und Vielseitigkeitsreiter Dr. Jörg Bodenmüller. Nach einer höchst erfolgreichen Rennlaufbahn startete er unter dem Namen Big Cavallieri auch im Turniersport eine beachtliche Karriere: Neben Erfolgen in Dressurprüfungen konnte er sich in schweren Spring- und Vielseitigkeitsprüfungen platzieren.

Seine Laufbahn in der Warmblutzucht begann am 9. Januar 1996 mit der Schweizer Körung in Avenches, die er als Sieger aus 32 Hengsten absolvierte. Aufgrund seiner hohen Eigenleistung im Rennsport erhielt er im selben Jahr auch die Zulassung für die Vollblutzucht in der Schweiz. Die ersten Decksaisons verbrachte er im Stall seines Besitzers, bis er Ende 2000 durch das baden-württembergische Landgestüt Marbach angepachtet wurde. Am 20. Dezember 2000 wurde er in Marbach für den Pferdezuchtverband Baden-Württemberg gekört und stand den Züchtern fortan bis Ende 2006 als Landbeschäler zur Verfügung. Im Januar 2001 wurde er bei der letztmals in Alsfeld stattfindenden Trakehner Nachkörung vorgestellt und erhielt dort die Anerkennung des Trakehner Verbandes. Mittlerweile ist er ebenfalls anerkannt für die Süddeutschen Zuchtverbände, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland und Westfalen.

Cavallieri beeindruckte bei seiner Vorstellung in Alsfeld durch seine Großrahmigkeit und Knochenstärke, die für einen Vollblüter außergewöhnlich sind, ebenso wie seine Bewegungsqualität gepaart mit hervorragender Springveranlagung und besten Reiteigenschaften, untermauert durch eine ebenso außergewöhnliche Eigenleistung sowohl im Renn- als auch im Turniersport.

„Der Körper besticht durch opulente Partien in großzügiger Linienführung, der noch etwas mehr Aufrichtung zu wünschen wäre. Die drei makellosen Grundgangarten sind gekennzeichnet durch klare Taktsicherheit, große Oberarmfreiheit und auffallende Verstärkungsmöglichkeiten. Gute Hufe, große Gelenke und ein unerschütterliches Temperament bedürfen ebenfalls der besonderen Erwähnung“, so beschrieb ihn Zuchtleiter Lars Gehrmann in Alsfeld.

Über seinen Vater Gaius xx führt Cavallieri irische Blutlinien auf der Vaterseite. Gaius absolvierte in England, Italien und Neuseeland insgesamt 24 Rennen, von denen er acht bis einschließlich Gruppe 2 gewinnen konnte. Vier zweite und einen dritten Platz konnte er ebenso erringen. Sechsjährig ging er in Neuseeland in die Zucht – aus seinem ersten Jahrgang stammt auch Cavallieri. Unter seinen Nachkommen sind neben Rennpferden mit Siegen in Gruppe 1-Rennen auch erfolgreiche Springpferde.

Cavallieris Mutter Beychevelle xx vertritt die erfolgreiche neuseeländische Vollblutzucht, die in Reiterkreisen als Lieferant harter und leistungsfähiger Vielseitigkeitspferde von Weltruf geschätzt wird. Beychevelle wurde selbst erfolgreich in Flachrennen geprüft und brachte außerdem mit Red d’Mon xx einen Vollbruder zu Cavallieri, der ebenfalls siegreich in Flachrennen eingesetzt wurde. Auch die Mutter der Beychevelle, Sun County xx, war siegreich über 1.200 Meter.

Bedingt durch seine neuseeländische Herkunft und die deshalb spärlichen Informationen und Kenntnisse über die Verwandtenleistungen scheint die Qualität seines Pedigrees schwer abzuschätzen. In den hinteren Generationen von Cavallieris Abstammung finden sich jedoch Namen, die auch in den Pedigrees von in der Warmblutzucht bedeutenden Vollblut-Vererbern zu finden sind:

Gaius’ Vater Sallust xx ist Muttervater des auch für die Trakehner Zucht zugelassenen Iren Peking Opera xx. Sallusts Vater Pall Mall xx brachte auch die Vollbrüder Club House xx und Reform xx; Barnaul xx v. Club House wurde vor allem in der Holsteiner Zucht geschätzt und brachte neben S-Springpferden auch hochprämierte Hengste und Stuten, Santa Rosa xx v. Reform lieferte den im Rheinland und in der Trakehnerzucht eingesetzten Solo xx, der ebenfalls einige S-Springpferde brachte. Seine Trakehner Enkeltochter Palamé war Bundeschampionats-Finalistin der sechsjährigen Geländepferde. Und auch Painter’s Row xx, der neben Holsteinern auch vereinzelt Trakehner Stuten deckte, führt in 4. Ahnenreihe Pall Mall.

In direktem Mannesstamm führt Cavallieri in 6. Ahnenreihe auf den berühmten Fairway xx v. Phalaris xx zurück; Fairways Sohn Blue Peter xx ist über Sailing Light xx Großvater des Ladykiller xx, der durch seine Söhne Lord und Landgraf I die Holsteiner Springpferdezucht bis heute prägt. Der Fairway-Sohn Fair Trial xx, auf den auch Cavallieri zurückgeht, lieferte mit Courville xx einen weiteren bedeutenden Vererber, der in den Niederlanden durch die Springvererber Jasper und Notaris berühmt und geschätzt ist. Auch Lauries Crusador xx, der aufgrund seiner überragenden Dressurvererbung mit dem Titel „Hannoveraner Hengst des Jahres 2006“ ausgezeichnet wurde, führt Fair Trial im Pedigree. Auf Fairways Vollbruder Pharos xx gehen die berühmten Vollblut-Vererber Nasrullah xx und Northern Dancer xx zurück. Auch Prince Rouge xx, der über seinen Trakehner Sohn Prince Condé eine schmale, sportliche Hengstlinie schuf und hervorragendes Springvermögen vererbte, führt Pharos in 3. Generation. Auf Fair Isle xx, die Vollschwester von Fairway und Pharos, führt Gaius mütterlicherseits in 5. Ahnenreihe zurück.

Weitere Leistungsträger in Cavallieris Pedigree sind Tudor Minstrel xx und sein Vater Owen Tudor xx. Gaius’ Großvater Will Somers xx ist ein Sohn des Tudor Minstrel. Die Tudor Minstrel-Tochter Rah xx ist Großmutter des Leistungsvererbers Revlon Boy xx, dessen Sohn Hazard Teilnehmer der Olympischen Spiele von Atlanta 1996 war. In der Trakehner Zucht ist Revlon Boy ein Begriff über seine Söhne, den jüngst zugelassenen Betel xx, der in der Slowakei in schweren Springen erfolgreich war und bei der Trakehner Hengstschau 2006 in Münster-Handorf durch Mut und Kampfgeist überzeugte, sowie der jetzt in Großbritannien stationierte Stravinsky xx, der in Dänemark Dressurerfolge bis einschließlich Intermediaire II feierte und bei der Körung in Neumünster 2006 mit Chardonne einen interessanten Junghengst präsentierte. Auch Tudor Melody xx war ein Sohn Tudor Minstrels. Er ist für die hannoversche Zucht bedeutend, denn sein Sohn Tarim xx ist Vater des vielseitig vererbenden Celler Landbeschälers Sunlight xx, und auch Lauries Crusador xx hat mit Welsh Pageant xx ebenfalls einen Sohn des Tudor Minstrel zum Vater. Le Bo, Lesotho, Le Primeur und Londonderry seien stellvertretend für eine große Anzahl herausragender Dressurpferde von Lauries Crusador genannt. Bei der Körung 2006 wurde mit dem Prämienhengst Krokant erstmals ein Sohn für die Trakehnerzucht gekört. Vom Tudor Minstrel-Sohn Sally Mount xx stammt Sally of the Hills xx, Mutter des Leistungsvererbers Hill Hawk xx. Im Zuchtgebiet Oldenburg ist dessen Tochter Cileste mit Donner Hit und Welthit I bis V sechsfache Hengstmutter, der Hannoveraner S-Dressur-Hengst High Classics ist ein direkter Hill Hawk-Sohn.

Ein Vollbruder zu Tudor Minstrel, der auch in der Trakehner Zucht wirkte, war Welsh Minstrel xx. Sein Sohn Kunzit wirkte auch kurze Zeit in der Trakehner Zucht. Der Kunzit-Sohn Schwedengruß war ein erfolgreiches Springpferd, wurde aber früh nach Dänemark abgegeben, ohne nachhaltigen Einfluß auf die Zucht nehmen zu können. Über seine Tochter Synode fand das Welsh Minstrel-Blut aber doch einige Verbreitung, denn die hochgeschätzten, doppelveranlagten Vererber Sokrates und Sir Chamberlain sind ihre Enkelsöhne. Und auch die rheinisch/westfälische Farewell-Dynastie geht in 4. Generation auf die Welsh Minstrel-Tochter Walküre zurück.

Tudor Minstrel und Welsh Minstrel stammen übrigens aus einer mütterlichen Halbschwester von Fair Trial. Auch Combat xx, der in Cavallieris Pedigree in der sechsten Ahnenreihe auftritt, gehört dieser Mutterlinie an. Sein Sohn Aggressor xx ist Muttervater des Jahrhunderthengstes Acatenango xx, dessen Blut in der Trakehner Zucht derzeit u. a. über Lando xx und Fragonard xx repräsentiert wird; Zöllner xx stammt aus einer Tochter des Acatenango.

Ein weiterer Owen Tudor-Sohn war Abernant xx, dessen Sohn Abgar xx vor allem in den Niederlanden einige Sportpferdevererber stellte, allen voran Pele, Vater des ehemals unter Anja Plönzke erfolgreichen Grand Prix-Hengst Chopin, und Pion, dessen Sohn Aktion in Bayern vorwiegend Dressurpferde lieferte, während Democraat v. Pion in den Zuchtgebieten Rheinland und Westfalen S-Pferde für Dressur und Springen gleichermaßen stellte. Der Abernant-Sohn Aberconway xx ist der Vater von Aberlou xx, der in der neuseeländischen Sportpferdezucht internationale Erfolgspferde lieferte: Blyth Tait konnte mit Delta v. Aberlou den zweiten Platz in Badminton belegen, während er mit Messiah v. Aberlou Doppel-Gold bei den WEG in Stockholm 1990 holte sowie Einzelbronze und Mannschaftssilber bei den Olympischen Spielen 1992.

Auch Owen Tudors Vater Hyperion xx ist in den Pedigrees vieler in der Warmblutzucht erfolgreicher Blüter zu finden: Herero xx weist ihn zwei mal in dritter Ahnenreihe auf; sein Sohn Swazi xx konnte in der Trakehnerzucht über den bedeutenden Leistungsvererber Consul eine Hengstlinie begründen, die heute leider sehr schmal geworden ist. Dennoch ist das Consul-Blut über viele hervorragende Töchter weit verbreitet. Sein bedeutendster Sohn war wohl Rockefeller, der wie sein Vater vielseitig vererbte. Eos von Rockefeller gehörte unter Frank Ostholt zur deutschen Vielseitigkeits-Elite. Donnersberg TSF v. Consul war lange Jahre unter Christoph v. Daehne in schweren Dressurprüfungen erfolgreich. Auch in der hannoverschen Zucht setzte Consul Akzente; Heike Kemmers überragendes Grand Prix-Pferd Bonaparte stammt aus einer Consul-Tochter, der begehrte Vererber Don Frederico ebenfalls. Auch der schon erwähnte Ladykiller ist ein Nachkomme Hyperions: Sein Vater Sailing Light stammte aus einer Hyperion-Tochter.

Gaius’ Mutter stammt aus einer Tochter des Djebel-Sohnes Djebe xx. Auf diesen führt auch Black Sky xx im Mannesstamm zurück, dessen Sohn Bolero in Hannover eine erfolgreiche Dressurpferde-Dynastie schuf. Bonaparte unter Heike Kemmer ist einer der bekanntesten Vertreter derzeit im Sport. Auch My Babu xx ist ein Sohn des Djebel xx. Seine Tochter Scottish Lass xx ist die Mutter des Star Regent xx, der in der Trakehner Zucht über seinen Sohn Starway eine schmale Hengstlinie gründen konnte. Exclusiv v. Starway ist u. a. Muttervater des Trakehner Siegerhengstes 2006, Songline. Auch Deadly Nightshade xx ist ein Enkel einer My Babu-Tochter. Sein Trakehner Sohn Chopstick wird in Neuseeland durch Falkensee und in Dänemark durch Hercules repräsentiert; der jüngst gekörte Irdenkreis geht ebenfalls auf eine Chopstick-Tochter zurück.

Cavallieris Mutter Beychevelle ist eine Tochter des Uncle Remus xx, der väterlicherseits auf den Nasrullah-Sohn Grey Sovereign xx zurückgeht. Grey Sovereign kennt man in der Trakehnerzucht als Muttervater des vielseitig vererbenden Sir Shostakovich xx. Sein erfolgreichster Nachkomme im Sport war wohl Longchamps unter Marina Loheit, der in der Vielseitigkeit auf ****-Niveau erfolgreich war. Couleur-Fürst, Chateauneuf, Donaumonarch, Best Before Midnight, Mataro und Sir Chamberlain wurden vom Trakehner Verband gekört. Ebenfalls S-Pferde für Dressur und Springen brachte in der belgischen Trakehner Zucht der Vollblüter Spring Dive xx. Seine Mutter stammt von dem Grey Sovereign-Sohn Fortino II xx aus einer Pall Mall-Tochter.

Gleich dreimal in der siebten Generation führt Cavallieri das wertvolle Blut des Son-in-law xx. Die Vererberlegenden Ladykiller und Marlon xx (Holstein) führen ihn in 4. Ahnenreihe. Cottage Son xx, der ebenfalls eine Hengstlinie in Holstein hauptsächlich über seinen Urenkel Capitol begründete, stammt aus einer Tochter des Son-in-law. Im direkten Mannesstamm führt auch Rantzau xx auf ihn zurück. Neben dem in Holstein als Stempelhengst wirkenden Selle Francais-Hengst Cor de la Bruyere ist er auch Vater des Starter, dessen Tochter Mesange du Rouet Rodrigo Pessoas Baloubet du Rouet brachte, den dreifachen Weltcup-Sieger und Gewinner der Einzelgoldmedaille im Springen bei den Olympischen Spielen von Athen 2004. Auch Epsom Gesmeray, Finalteilnehmer im Springen in Athen, stammt aus einer Starter-Tochter.

So ist es nicht verwunderlich, dass auch Cavallieri xx in seiner Vererbung bisher nicht enttäuschte; seine ersten Fohlenjahrgänge überzeugten durch Typ, lockere und schwungvoll getragene Bewegungen und bestes Temperament, sowie korrekte und kräftige Fundamente. Dafür wurde er vom Zuchtverband Baden-Württemberg mit der „Junghengstprämie“ ausgezeichnet. 2006 qualifizierte sich ein württembergisch gezogenes Stutfohlen mit der Wertnote 9,33 als Sieger der Qualifikation auf dem Gestüt Schlossäcker für das Finale des Deutschen Fohlenchampionats. Im Frühjahr 2007 wurde ein Württemberger Sohn zum Reservesieger der Süddeutschen Hengsttage erkoren. Auch in der Trakehner Zucht wurden seine Fohlen hoch bonitiert. Die ältesten Nachkommen waren 2006 vierjährig und beginnen, sich unter dem Sattel zu beweisen. Beim Projekt-Nurmi-Test 2005 war der Cavallieri-Sohn Raumpionier bester Dreijähriger, 2006 legte sein Vollbruder Raumstart den Test ebenfalls erfolgreich ab. Beide stammen aus der Raumzeit Kontinuum v. Mont Du Cantal AA.

Bei der FN wurden bisher 14 Nachkommen registriert, von denen sich drei in ihrer ersten Turniersaison altersgerecht in A-Dressur- und –Geländepferde- sowie Reitpferdeprüfungen platzieren konnten. In der Schweiz werden seine Nachkommen erfolgreich in Springprüfungen vorgestellt.

In der Decksaison 2007 tritt der jetzt bereits neunzehnjährige Cavallieri xx die Nachfolge des bedeutenden Barnaul auf dem Gestüt Kempke Hof bei Ira Denkhaus in Mecklenburg-Vorpommern an. Selten findet man für die Warmblutzucht einen Vollblüter mit solch hoher sportlicher Eigenleistung, qualitätvollen Grundgangarten und Springanlagen, einem soliden und korrekten Fundament und großrahmigen Exterieur, der dies zudem in seiner Vererbung – soweit es bisher ersichtlich ist – auch weitergibt. Eine weitere Verbreitung seines wertvollen Blutes scheint wünschenswert.


Text und ©: Friederike Winkler 2007
Vielen Dank für die Informationen über Cavallieri: Bianca Rumpke (www.minksi.de.vu)