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Michelangelo E.H. (1985-2008)


Dunkelbraun, Bl.i.r.Nüst., l.Vf.gefl., l.Hf.gefl.w.
geb. 10.05.1985

Maße in cm:
 StockmaßBrustumfangRöhre
2½ jährig16319519.5
volljährig16620

Züchter:
Gestüt Heinen-Bönninghardt, Issum
Aufzüchter:
Züchter

Gekört 1987 Neumünster

www.webelsgrund.com

Pedigree

Pasteur xx, Db. 1963 Bürgermeister xx, B. 1944 Herold xx, Sb. 1917 Dark Ronald xx
Hornisse xx
Bramouse xx, B. 1936 Capiello xx
Peregrine xx
Praline xx, Db. 1954 Ticino xx, Sb. 1939 Athanasius xx
Terra xx
Pusta xx, B. 1944 Alchimist xx
Pfalzgräfin xx
Miami, B. 1979, PS, SPS, ES, ZL: 16/9 Matador, Db. 1974 Donauwind, Db. 1965 Pregel
Donaulied vom Schimmelhof
Maritza PS, B. 1965 Gobelin
Mata Hari
Mirabell III, Db. 1969, ZL: 6/5 Kosmos, R. 1956 Hansakapitän
J.Kordel
Miramar, F. 1960 Poet xx
Miranda

Hengstlinie des Pasteur xx - Dark Ronald xx, Stutenfamilie der O49A Mira (Ehlert-Harpstedt)

Eigentümer

1988-1990: Gestüt Heinen-Bönninghardt, Issum
1991-1994: in den Niederlanden
1995-heute: Gestüt Webelsgrund, Springe

Stationierung

1998-1990: Gestüt Heinen-Bönninghardt/Issum NRW
1991-1994: Station van Uytert Niederlande
1995-heute: Gestüt Webelsgrund/Springe Nds-H

Eigenleistungen

Hengstleistungsprüfung Warendorf 1988

Charakter: 9,0 Schritt: 7,7 (T: 7,0)
Temperament: 8,0 Trab: 7,0 (T: 8,0)
Leistungsbereitschaft: 8,0 Galopp: 7,7 (T: 8,0)
Leistungsfähigkeit: 8,0 Springanlage: 7,0 (FS: 7,0, T:7,0)
Rittigkeit: 7,3 (T: 8,0) Geländeprüfung: 8,3 (Jagdg. 68)
Rittigkeitsindex: 126,30 Springindex: 114,41
Gesamtindex: 126,62 (3/17) Leistungsklasse:

Turniersporterfolge:
Erfolge bis Dressur Klasse S

Nachzucht

Exterieur:
Anzahl TöchterTypOberkörperFundamentSchrittTrabGaloppGesamt-
eindruck
Gesamt-
zuchtwert
Widerrist-
abweichung
48135151114 148132119145 1450,1


Gekörte Söhne (10): Guy Laroche, Kennedy, Summertime, Kensington, Hölderlin, Hirtenruf; Michellino (NL), Jewel (NL), Mon Dieu (Old.), Colored Castello (Trak./Scheckzucht), Contrieu (Trak./Scheckzucht)

Töchter (91): PS/SPS/ES Contessa V, ES Louisana, PS/SPS Glanzzeit II, PS/SPS Aranja, PS/SPS Schneeflocke, PS/SPS Luana von Steinberg, PS/SPS Heublümchen, PS Tatjana VII, PS Kolomba, PS Happyness II, PS Alessa III, PS Süntelperle, SPS Grace V, SPS Brindisi, u.a.

Nachkommen im Sport:
Eingetragene Turnierpferde:141
davon mit Platzierungen:34 (in 2006)
davon in Klasse M. und S.:11


Dass man 1987 in Neumünster einen guten Körjahrgang gesehen hatte, darüber waren sich Experten wie Laien einig – WIE gut dieser Jahrgang war, das vermag man erst aus heutiger Sicht zu würdigen. Zu würdigen nämlich nicht nur anhand der wie auf der Perlenschnur aufgereihten Elitehengste unserer Zucht, die aus diesem Jahrgang stammen, sondern vor allem anhand der Tatsache, dass allein drei Beschäler exakt dieses Jahrgangs den Titel eines Stempelhengstes für sich beanspruchen können: Caprimond, Kostolany und eben Michelangelo.

Der überragenden Qualität dieses Hengstjahrgangs ist es wohl geschuldet, dass Michelangelo die Bühne in Neumünster ohne Prämie verließ – an Pedigree, Exterieur und Bewegungs¬manier war nichts auszusetzen und der Zuchtleiter beschrieb den Dunkelbraunen für das Hengstbuch wie folgt: „Höchst typvoll aufgemachter Veredler mit sehr ausdrucksvollem Gesicht, gute Halsung und viel Aufsatz, schön geformte und gut gelagerte Schulter-, Widerrist- und Kruppenpartie, sehr leichtes Fundament mit elastischer Fesselung. Drei gute Grundgangarten, leichtfüßig und elastisch.“

Michelangelo blieb in seiner Zuchtstätte, dem Gestüt Heinen-Bönninghardt im rheinischen Issum und legte im nordrhein-westfälischen Landgestüt Warendorf seine Hengstleistungsprüfung ab. In allen Teilkriterien rangierte er im Feld seiner Altersgenossen an 3. Stelle, wobei er den bis heute ungebrochenen Rekord bei der Jagdgaloppzeit hält. Und Michelangelo bewies wie so viele Trakehner Hengste, dass er selbst konnte, was die Züchter sich von seinen Fohlen versprachen – der elegante, leichtfüßige Halbblüter hat Siege und Platzierungen im Dressursport bis zur Klasse S und dem Prix St. Georges zu Buche stehen.

Seine Nachzucht hat das in ihn gesetzte Vertrauen der Züchter nicht enttäuscht. Zugelassen ist Michelangelo für die Trakehner Zucht sowie von Hannover, Oldenburg, Westfalen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und dem niederländischen Stutbuch KWPN. Zwar zählt Michelangelo sicher nicht zu den Hengsten, deren Kinder sozusagen „en masse“ Hengstbücher, Stutbücher und FN-Listen bevölkern – aber was er der Zucht hinterließ, ist vom Feinsten. Fünf Jahre in Folge (2001 bis 2005) stand Michelangelo unangefochten an der Spitze der Exterieur-Zuchtwertschätzung für Trakehner – will heißen, seinen Töchtern können andere Stuten kaum das Wasser reichen … Zudem wird er in der FN-Zuchtwertschätzung derzeit mit einem Dressurindex von 122 Punkten geführt. Da ließ der Titel eines Elitehengstes nicht lange auf sich warten.

Als es im Jahre 2006 also darum ging, einen noch lebenden Vererber mit der Proklamation zum „Hengst des Jahres“ anlässlich des Hengstmarktes in Neumünster in den Fokus der Züchterschaft zu rücken, hätte die Zuchtleitung kaum einen besseren Kandidaten als diesen Halbblüter finden können. Michelangelo setzt die großartige Tradition von Trakehner Halbblütern fort, die die Zucht prägten und deren Einfluss sich über Jahre, wenn nicht Jahrzehnte erhält – er gehört in eine Reihe mit „Jahrhunderthengsten“ wie Consul, Arogno, seinem Halbbruder Mahagoni und auch seinem Vorgänger als „Hengst des Jahres“, Van Deyk.

DER VATER

Der dunkelbraune Pasteur xx, 1963 von Professor Watermann in Hamburg gezogen, gehörte nicht zu den schlechtesten Hengsten auf deutschen Bahnen. Immerhin galoppierte der 1,69 m Stock große Hengst ein Generalausgleichsgewicht von 98,5 kg zusammen, was ihm auch für eine Zulassung in der Vollblutzucht gereicht hätte. Seine wertvollsten Erfolge auf der Bahn waren der Sieg in der Badener Meile und der 2. Platz in den Deutschen 2000 Guineas. Neunjährig stellte Gottfried Hoogen dieses Juwel in seinem Gestüt Vogelsangshof auf – und bewies einmal mehr seine „Nase“ für außergewöhnliche Hengste mit dem Potenzial für ganz Großes. Bis zu seinem altersbedingten Tod 1985 stand Pasteur xx hier – mit Ausnahme der Decksaison 1978, die er als Leihhengst im Ostpreußengestüt Hunnesrück verbrachte – und wirkte segensreich in der Trakehnerzucht und der rheinischen Warmblutzucht.

Er hinterließ der Trakehnerzucht 48 eingetragene Töchter – eine Spitzenleistung, denn außer ihm schaffte diese Zahl in der Trakehner Nachkriegsgeschichte nur noch ein weiterer Vollblüter: Prince Rouge xx. Sein Wirkungskreis ist insbesondere über die gekörten Söhne heute noch von höchster Aktualität und die Hengstlinie dieses Vollblüters gehört heute zu den drei wichtigsten der Trakehner Zucht.

Pasteurs Vater Bürgermeister, ein brauner Hengst des Jahrgangs 1944, war bei 39 Starts auf der Bahn 21 Mal siegreich. Zu seinen Siegen gehören das Chamant-Rennen (3 Mal), der Dresdener Triumph (2 Mal), der Große Preis der Sowjetischen Besatzungszone (2 Mal), der Leipziger Stiftungspreis, der Preis der Dreijährigen und der Große Preis der Buchmacher. Zweiter wurde Bürgermeister im Großen Preis von Nordrhein-Westfalen.

Bürgermeister war Herolds letzter Sohn mit Rennklasse. Seine Mutter Bramouse lieferte mit ihm und seinem ein Jahr jüngeren Bruder Birkhahn (vom Herold-Sohn Alchimist) innerhalb kürzester Zeit zwei Pferde von Weltklasse. Bürgermeister war ein gesundes Rennpferd und ist zwischen seinem zweiten und sechsten Lebensjahr geprüft worden. John Aiscan beschreibt ihn 21-jährig als Hengst „mit guter Schulter, ziemlich hohem und langem Widerrist und nicht so vollem Hals wie sein Vater. Er hatte auch einen längeren Rücken als sein Vater Herold. Trotz seines Alters stand er vorn gut. Er hatte eine etwas längere Kruppe als sein Vater und viel bessere und geradere Sprunggelenke als sein Dreiviertelbruder Birkhahn. Seine Hosenmuskulatur war nicht so kräftig wie die von Herold.“ Leider bekam Bürgermeister nicht die Chancen, wie sie Birkhahn zuteil wurden. Trotzdem war er ein gleichmäßig guter Vererber und seine Produkte waren gute, gesunde Rennpferde. Zu seinen besten Nachkommen im Vollblutlager zählen Orlog, der Bürgermeisters einziger klassischer Sieger blieb, Naretha, Opernsänger, Calypso, Grando, Manitu, Belmonte und Feentraum.

Für die Warmblutzucht war neben Pasteur noch Bürgermeisters 1967 in Graditz gezogener Sohn Blaubart xx (a.d. Blaue Stunde v. Goody) in der Zucht der ehemaligen DDR von großer Bedeutung. Als Redefiner Landbeschäler von 1972 bis 1990 hinterließ der Braune Sportpferde, die eine Gewinnsumme von knapp 150.000 Mark erreichten. Am bekanntesten dürfte das S-Dressurpferd Blaufuchs sein, der zeitweise unter Herbert Krug erfolgreich war. Der Trakehnerzucht blieben seine Söhne Grossist (a.d. Grotte v. Ralf / Klingsor) und Osterbote (a.d. Osterwunder v. Ralf / Almanach). Grossist war der erste Elitehengst des Trakehner Verbandes aus dem Osten und machte 2003 mit dem vielseitigen Bundeschampion Nagano a.d. Not for Sale v. Tenor von sich reden.

Sarastro xx v. Bürgermeister u.d. Sheilagh v. Tenerani war fünf Jahre Landbeschäler in Celle, der bereits erwähnte Manitu xx v. Bürgermeister a.d. Mayflower v. Organdy wirkte vier Jahre in Holstein. Modus xx v. Bernardus, der sowohl in der ostdeutschen als auch in der Trakehnerzucht einige wertvolle Nachkommen lieferte, und der Celler Landbeschäler Soldo xx v. Prodomo stammten aus Bürgermeister-Müttern. Modus ist u.a. Vater der Ganschower Elitestute Soraya, Mutter der gekörten Alarm-Söhne Soho I und Soho II, der hochdekorierten Stuten Soubrette v. Alarm und Sternchen v. Lamarc sowie der Kunath’schen Zuchtperle Souveräne v. Altan II, die wiederum Mutter des S-Dressurpferdes Sachsenkönig und Großmutter des gekörten Sachsenwald ist.

Feenlust xx v. Delaroche xx u.d. Fehde xx v. Bürgermeister xx wurde über ihre Tochter Felicitas V v. Mahagoni Großmutter des viel zu früh eingegangenen und selbst sporterfolgreichen Ausnahmehengstes Fontainbleau v. Rockefeller, dessen Nachkommen Kunta Kinte TSF und El Greco TSF sportliche Aushängeschilder für das Trakehner Vielseitigkeitspferd sind.

Pasteurs Mutter Praline war eine Tochter des Erlenhofers Ticino, Sieger im Deutschen und Österreichischen Derby von 1942. Als Deckhengst in der Vollblutzucht brachte es Ticino auf acht Beschälerchampionate, unter seiner Nachzucht waren sehr gute Mutterstuten und bedeutende Hengste, darunter Derbysieger und Champion-Deckhengst Neckar, Grande, Niederländer, Orsini, Andalusier und Nizam, der den Celler Landbeschäler Sudan xx lieferte. Sinus xx im Landgestüt Warendorf – als Vater des Jahrhundertvielseitigkeitspferdes Sioux/Horst Karsten unvergessen –, Julius Cäsar und Waidmannsdank xx v. Neckar in Hannover zeugen vom beliebten Erbe des Ticino in der Warmblutzucht.

Pasteur wird einhellig als Hengst mit besten Bewegungen und dem Exterieur eines hochklassigen Dressurpferdes beschrieben. Der Hengst gehört zweifellos zu den besten Vollbütern, die je in der deutschen Warmblutzucht gewirkt haben. Allein für die Trakehnerzucht hinterließ er sieben Söhne, darunter die Weltklassevererber Mahagoni und Michelangelo, und mehr eingetragene Töchter als er hatte kein anderer Vollbüter. Seine Nachzucht gefiel mit Rittigkeit, guten Bewegungen und bestem Temperament. In allen Disziplinen des klassischen Pferdesports sind Kinder und Enkel dieses Vollblüters bis zur höchsten Klasse erfolgreich:

In der Dressur brillierten neben Michelangelo noch Major (a.d. Maiblume v. Padparadscha) und die Enkel Kasparow v. Gipsy King u.d. Karinka XIII, Vicomte v. Karon u.d. Vicki II, Perry v. Mackensen u.d. Paraky sowie Ivanhoe v. Märchenstein u.d. Isola Pia. In den Parcours der großen Turniere liefen Forever v. Falkner / Pasteur (also in 2./2. Generation ingezogen), der bereits in der Dressur erfolgreiche Ivanhoe und Karfunkel v. Patron u.d. Kontreu Reklame für ihren Großvater Pasteur. Im Busch machten Let’s Try a.d. Akelei V v. Frohsinn, Walddorn a.d. Waldimme v. Malachit, Monsieur Pascal a.d. Tonika v. Schwalbenflug und Caruso a.d. Colmar v. Schwalbenflug sowie die Enkel Ecliptic v. Sastor u.d. Elfi V – die Mutter der ebenfalls erfolgreichen Vielseitigkeitsstute Eos v. Rockefeller – sowie die Geschwisterpaare Match Boy und Match Winner v. Maquisard xx u.d. Mahedia sowie Banteer und Bunbury v. Parforce u.d. Bachcantate xx dem Rest der Welt das Siegen schwer. Selbst im Fahrsport hatten Pasteurs Nachkommen ein gewichtiges Wörtchen in der Spitze mitzureden. Seine Tochter Hoheit a.d. Piazza v. Marengo war bis M erfolgreich, ebenso wie seine Enkel Lamborgini v. Herzzauber u.d. Lyrika und Karenin v. Tolstoi u.d. Katinka XIII. Pasteurs Enkel Loriot v. Mackensen u.d. bereits erwähnten Lyrika stieg in die S-Klasse auf.

Pasteurs Söhne sind geradezu Globetrotter, außer seinem legendären Sohn Mahagoni standen alle anderen sechs mehr oder weniger lang in ausländischen Zuchten. Falkner, 1975 a.d. Fanny Hill v. Morgenglanz gezogen, wirkte nur sechs Jahre in Deutschland und ging dann nach Dänemark. Von ihm sind 15 Töchter im Stutbuch verzeichnet. Ähnlich erging es Kant (auf der Körung noch Katarakt), 1974 a.d. Karagna III v. Sterndeuter gezogen: Er verließ Deutschland 1987 Richtung Schweden, zwölf Töchter listet das Trakehner Stutbuch. Seewind, 1983 a.d. Seeschwalbe v. Impuls gezogen und auf der Körung als Seemann vorgestellt, wurde fünfjährig nach Dänemark verkauft, kam 1994 für ein Jahr zurück nach Deutschland und ging dann nach Irland. Von ihm gibt es nur vier Töchter in der Trakehner Zucht.

Auch Testarossa, 1984 a.d. Traumlicht v. Hartung gezogen, waren nur zwei Deckeinsatzjahre vergönnt, bevor er nach Schweden verkauft wurde. Er musste sich sogar auf dem „zweiten Bildungsweg“ durchsetzen, denn der Körkommission war der „zu schmale, leere, schlaksige, nicht ausbalancierte und als Hengst wenig ausdrucksvolle“ Braune erst gut genug für die Zucht, als er seine HLP 1987 in Medingen gewann. Zu seinen sportlich erfolgreichsten Kindern gehören das schwedische Vielseitigkeitspferd My Fair Lady, mit der Linda Algottson u.a. in Aachen bei der WM durchkam, und der in den USA in Grand-Prix-Dressurprüfungen erfolgreiche Schwede Pointjack. Sein Erbe tragen 15 Töchter in der deutschen Trakehnerzucht weiter.

Über Pasteurs legendären Sohn Mahagoni (geboren 1974 a.d. Maharani II v. Flaneur) hier referieren zu wollen, hieße den Rahmen dieses Portraits zu sprengen – und wohl auch Eulen nach Athen zu tragen. Zu prägend war der Einfluss dieses zehnfachen Hengst- und über hundertfachen Stutenvaters. Söhne wie Enrico Caruso (vornehmlich über Kostolany und dessen Söhne), Radom (über Tuareg), Bartholdy (mit Maizauber und Finley M), und Ravel brachten die Hengstlinie zu großer Blüte, Sporthengste wie Chronos und Peron verschafften ihrem Vater Mahagoni ein Renommee als Legende. Aus diesem Schatten konnte sein ein Jahr älterer Vollbruder Marlon nie heraustreten, der zudem einen Teil seines Deckeinsatzes in Belgien absolvierte.

Unter Pasteurs Töchtern in der Zucht nimmt sicher die aus einer irischen Vollblutstute gezogene Bachcantate xx eine Ausnahmestellung ein – und das sowohl aufgrund ihrer nahen Verwandtschaft zu sporterfolgreichen Hengsten wie Bukephalos und Balzflug als auch aufgrund ihrer beiden Weltklasse-Töchter Banteer und Bunbury, die beide im internationalen Vielseitigkeitssport gingen und zu Elitestuten des Trakehner Verbandes wurden.

Holme Grove Florence aus der Schlegelschen Stutenfamilie der Flugpost begründete in Großbritannien einen sehr erfolgreichen Zweig ihrer Stutenfamilie. Hasel von der Insel wurde Großmutter der Verbandsprämienstute Hoheit von der Heide v. Preußenprinz / Mackensen, Mutter des frisch gekörten Hessencharme v. Hibiskus. Peggy ist Großmutter des in Oldenburg, Hannover, Westfalen, dem Rheinland, Bayern und Hessen geschätzten und sportlich weit geförderten Vorwerk’schen Beschälers Jazz Time v. Jazz u.d. Romance v. Romadour II. Prinzessin brachte dem Landgestüt Warendorf den beliebten Beschäler Festivo v. Frühlingsball.

DIE MUTTER

Nicht nur Michelangelos Vater Pasteur xx war ein Hengst, der zur Elite der Zucht gehörte, seine Mutter Miami steht ihm nicht wirklich nach. Man sollte vorsichtig sein mit der Bezeichnung „Elite“, aber Miami gehörte mit Fug und Recht zu diesem erlauchten Kreis. Sie war nicht nur selbst ein nahezu vollendetes Modell – und als solches Siegerin vieler Schauen –, sie war auch eine erstklassige Mutterstute von großer züchterischer Zuverlässigkeit. Und – last, but not least – sie brachte erstklassige Nachzucht.

Die Braune verkörperte Trakehner Flair und Bewegungseleganz auf das allerbeste, wurde dreijährig mit den Noten 8,8,8/9,8 eingetragen und doppelt prämiert. Miami war Reservesiegerin sowohl auf der Trakehner Bundesstutenschau 1982 als auch auf der Bundesschau des Deutschen Reitpferdes 1983 in Verden sowie unangefochtene Siegerstute der Landesschau 1988 im Rheinland. Mit dem Elitetitel des Verbandes geadelt, präsentierte sie sich anlässlich der rheinischen Landesschau 2004, 25-jährig, in derart frischer Konstitution, dass sie direkt aus der Ehrenklasse auf den Endring gebeten wurde.

Ihr Vater Matador, Sohn der Vererberlegende Donauwind und der bewährten Prämien- und Leistungsstutbuchstute Maritza aus der Stutenfamilie der Marke, war DLG-Siegerhengst 1982 in München und gilt als „Spitzenmodell der Trakehner Zucht nach dem Zweiten Weltkrieg. In Typ und Rahmen, Gang, Rittigkeit und Geschmeidigkeit sowie Gesamtqualität überzeugend“. Insgesamt neun Söhne in der Zucht, darunter der Prämienhengst Tipperary, der nach Großbritannien abgegebene Birkhausener Pascal und der selbst im Dressursport hocherfolgreiche Kronjuwel, und um die 150 Töchter sind die Bilanz seiner züchterischen Laufbahn in den Gestüten Birkhausen, Jägerhof/Aschaffenburg und Westhoff/Neubeckum. S-Dressurpferde wie Till Eulenspiegel, Hurrikan, der Hengst Kronjuwel, Nawarro, Oskury und Savoy sowie die S-Springpferde Paulo und Prisma stellen ihrem Vater Matador ein ebenso gutes Zeugnis als Sportpferdevererber aus wie die Enkel Sagone v. Unesco, Prinz Eisenherz v. Partout, P’s Revanche v. Kostolany, Distelmond v. Caprimond, Altkönig v. Caprimond sowie die Beschäler Hohenstein v. Caprimond und Lions Club v. Ferrum. Auch das Top-Vielseitigkeitspferd Miss Meller TSF v. Amatcho hat eine Matador-Tochter zur Mutter.

Miamis Mutter Mirabell III ist eine der wertvollen Vertreterinnen der alten Ehlert’schen Stutenfamilie der Mira, nach Dr. Schilke eine der knochenstärksten Stuten in Hunnesrück. Die Familie ist in der Nachkriegszucht mit Hengsten wie Oekonom, Marco Polo, der in den Niederlanden sehr beliebt war, dem herrlichen Morgenglanz, der später in die USA ging, und Mozart positiv in Erscheinung getreten. Mirabell III stammte von dem schwarzen Dohna’schen Hansakapitän-Sohn Kosmos, der sich vor allem in der hessischen Landeszucht vom Landgestüt Dillenburg aus einen guten Namen machte. Mirabells Mutter Miramar ist eine genetische Vollschwester zu Marko Polo, stammte sie doch v. Poet xx und Mirakels Vollschwester Miranda v. Altan.

Miami brachte der Zucht drei gekörte Söhne, von denen Michelangelo und Monteverdi überragende Bedeutung erlangten. Der gekörte Miami Vice v. Iglesias, dem die Hengstleistungsprüfung zum Verhängnis wurde, sowie Mantovani v. Camelot blieb in Zucht und Sport bedeutungslos, während der Wallach Mendocino v. Gipsy King bisher runde 1.000 Euro in Dressuren bis zur Klasse M gewann. Eine ebenbürtige Tochter blieb dieser Ausnahmestute leider verwehrt, im Trakehner Stutbuch eingetragen sind die Töchter SPS Miami Melody v. Polarion und My Leica v. Mackensen. Die Hoffnungen der Züchterfamilie ruhen auf ihrem letztgeborenen Fohlen, einer Stute v. In Petto des Jahrgangs 2003.

Nicht ganz die Bedeutung des Michelangelo – zumindest derzeit noch nicht – hat sein inzwischen ebenfalls zum Elitehengst avancierter Halbbruder Monteverdi. Der Dunkelbraune stammt vom internationalen Dressursieger Partout TCN, war Siegerhengst der Körung 1998 und legte seine Leistungsprüfung 1999 in Neustadt/Dosse als Rittigkeitssieger ab. Auf dem Gestüt Wiesenhof erfuhr er umfangreiche sportliche Förderung, hat inzwischen – obwohl zumindest für Fie Skarsoe immer Zweitpferd hinter Münchhausen – über 10.000 Euro in Dressuren höchster Klasse gewonnen und läuft mit dem Nachnamen TSF Werbung für die Trakehner Sportpferdeförderung. Monteverdis Sohn Oliver Twist schließt den Bogen und gehört dem Gestüt Heinen Bönninghardt, der Zuchtstätte seines Vaters.

NACHZUCHT – Hengste

Insgesamt 14 Söhne des Michelangelo wurden im In- und Ausland bisher gekört, sechs davon beim deutschen Trakehner Verband. Bereits mit seinem ersten Fohlenjahrgang 1989 führte er sich auf der Körung Neumünster 1991 mit einem Paukenschlag ein: Sein Sohn Kennedy war unumstrittener Siegerhengst, Guy Laroche wurde zudem Prämienhengst. Kaum war Michelangelo nach seinem Einsatz in den Niederlanden wieder in Deutschland, folgte 1998 erneut ein Paukenschlag: Hinter seinem Halbbruder Monteverdi war sein Sohn Hirtenruf Reservesieger, zudem wurde Kennedys Vollbruder Kensington gekört. 1999 folgte Hölderlin, der nach Ungarn ging. Mit dem 2000 gekörten Summertime scheint sich mittlerweile der Kronprinz dieses Zweiges der Pasteur xx-Hengstlinie gefunden zu haben, er machte im vergangenen Jahr mit dem Sieger – und teuersten je in Neumünster verkauften Hengst – Songline Furore. In Oldenburg wurde Mon Dieu Prämienhengst, in Belgien ist der selbst springerfolgreiche Janiro gekört, und in der Scheckzucht bewähren sich Michelangelos Trakehner Söhne Colored Castello und Contrieu. In den Niederlanden wurden Michelino, Jaguar und Jewel gekört.

Kennedy, ein Bild von einem Pferd, war nicht nur Körsieger, sondern anlässlich seiner HLP in Adelheidsdorf auch Rittigkeitssieger, brillierte auf Championaten und schenkte der Zucht in knapp zwei Deckeinsatzjahren die gekörten Söhne Steinberg (Schweiz) und Sauvignon (Sommerlade) und vor allem 33 Töchter. Als er vierjährig erkrankte und starb, war das ein herber Verlust für die Gesamtzucht, den auch sein später gekörter Vollbruder Kensington, mittlerweile unter dem Namen Kaschmir als Dressurpferd bis Klasse M unterwegs, bei weitem nicht gut machen konnte. Mutter dieser beiden Beschäler war die Dohna’sche Mackensen-Tochter Kordelia IV, die ihr Zuhause im Gestüt Heinen-Bönninghardt bei Issum gefunden hatte. Zehn Trakehner Kinder des Kennedy verzeichnet die FN mit Gewinnsummen, vornehmlich in der Dressur, wo Katago a.d. Kaskade IX v. Kastilio, Steinburg a.d. Scala Milano v. Marduc, High and Mighty a.d. Herba II v. Radom und Hippo’s Tänzerin a.d. Tendenz vom Klosterhof v. Sokrates Erfolge in Klasse S haben. Herbstmeister, 1994 geborener Hengst a.d. Herbst-Conny v. Caprimond, macht die Ausnahme: Er hat Platzierungen in Spring- und Geländeprüfungen bis Klasse M auf dem Konto stehen. Kennedys Töchter gehören zur Elite der Zucht und konnten die Gene dieses Siegerhengstes gottlob in der Zucht erhalten – und das in vorzüglicher Weise: Siegerhengst In Flagranti und In Petto, beide aus der Scharffetter’schen Elitestute Insterfee VII v. Kennedy gezogen, sowie der 2005 in Wickrath gekörte Finckenstein v. Latimer u.d. Fatima XVII v. Kennedy finden sich derzeit im Hengstbestand des Trakehner Verbandes.

Guy Laroche, ebenfalls im Gestüt Heinen-Bönninghardt gezogen a.d. ElSt. Galante V v. Lucado – Ordensglanz, einer Vertreterin der Poll’schen Gundula-Familie, war Prämienhengst, ging im Dressursport (die Lebensgewinnsumme beträgt 828 Euro) und erfreut sich mittlerweile in Nordamerika großer Beliebtheit als Deckhengst. Michelino, in den Niederlanden gezogen, wurde aufgrund der Leistung seiner Nachkommen im Sport Elitehengst in Dänemark.

Hirtenruf, Reservesieger der Körung 1998 hinter seinem „Onkel“ Monteverdi, zog Veronika von Schöning aus ihrer berühmt gewordenen, als Zwilling geborenen Elitestute Herzchen v. Ginster, Mutter u.a. des Elitehengstes Herzruf und der verdienten Zuchtstuten Herzlani und High Socks. Hirtenruf ist mittlerweile zum Wallach degradiert und verdient seinen Hafer im Dressursport bis zur Klasse M. Hölderlin wurde im Gestüt Webelsgrund gezogen, seine Mutter High Socks v. Märchenprinz ist eine Halbschwester des Hirtenruf und war Klassensiegerin der Landesschau Schleswig-Holstein 1994. Hölderlin ging zweijährig nach Ungarn und ist mittlerweile auf Dreisterne-Niveau in der Vielseitigkeit erfolgreich.

Die Körung 2000 sah erneut einen Michelangelo-Sohn im Prämienlot – diesmal war es Summertime, im rheinischen Neuss gezogener Sohn der Prämienstute Sarogna v. Arogno, die selbst Reservesiegerin ihrer Leistungsprüfung war, am Bundeschampionat in Verden teilnahm und auch Mutter des M-Dressurpferdes Showtime v. Showmaster ist. Summertime, vom Zuchtleiter als „gut gereift und statiös in der Gesamterscheinung des wohlproportionierten Körpers, der mit bedeutenden Winkeln und Abmessungen ausgestattet ist. Neben der interessanten Abstammungskombination präsentiert sich dieser komfortable Prämienhengst in jeder Phase locker, losgelassen, ausbalanciert und geschmeidig bei gewünschter Aktivität aus dem Hinterbein. Ein Championatsmodell mit erstklassigen Grundgangarten – mit viel Kadenz und Schwung, sehr gutem Interieur und geschicktem Springen“ beschrieben, legte eine vorzügliche Leistungsprüfung ab, bei der die hohen Noten für Charakter (10!), Konstitution und Rittigkeit besonders auffallen. Bis zu einem Unfall wurde der Hengst auch erfolgreich auf Turnieren in altersgerechten Prüfungen gezeigt. Dass er gute, bewegungsstarke Fohlen macht, wusste man spätestens 2002, sein „Gesellenstück“ lieferte er anlässlich der Körung 2006, als er mit Songline den viel umjubelten und exorbitant teuer bezahlten Siegerhengst stellte.

NACHZUCHT – Stuten

91 Michelangelo-Töchter verzeichnen Stutbücher der verschiedensten in- und ausländischen Warmblutrassen, 54 davon sind beim Trakehner Verband in Neumünster gelistet. Zwei Michelangelo-Töchter tragen den Elitetitel des Verbandes, im FN-Leistungsstutbuch finden sich zwei in Abteilung A und eine in Abteilung D. Insgesamt zwölf seiner Töchter wurden staatlich prämiert, acht davon sind im Trakehner Verband beheimatet.

Louisiana, inzwischen 17-jährige Tochter der Linsterrose v. Mackensen / Insterruf mit Elitetitel, zählt zu den vererbungssichersten Mutterstuten der Zucht. Ihre Stutenfamilie geht auf Amsel, die Vollschwester des Habicht-Vaters Burnus, zurück. Louisiana, mit den Maßen 1.60/18.0 und der Bewertung 9,8,7/7,9,9/9 eingetragen, brachte einige Auktionspferde, die hoch bewertete Louise v. Suchard, aber vor allem die Jahressiegerstute Lantana v. Tycoon, die 2004 den Siegerhengst Le Rouge stellte.

Die doppelt prämierte und inzwischen auch mit dem Elitetitel geadelte Contessa V a.d. Corona v. Kassiber ist u.a. Mutter des nach Großbritannien gegangenen gekörten Contis v. Interconti. Die doppelt prämierte Aranja a.d. Anastasia v. Ginster war nicht nur Siegerin bei ihrer Eintragung, sondern stellte bei der Landesschau 2004 in Rheinland mit ihren beiden Ia-prämierten Töchtern Alisha v. Friedensfürst (3j.) und Ariane v. Gribaldi (5j.) die Siegerfamilie.

Schneeflocke a.d. Schalmei XIII v. Valerian sorgte für Furore, als sie zum Spitzenpreis über die Auktion Neumünster ging. Die doppelt prämierte Stute ist heute eine der Säulen des Gestüts Tasdorf und wurde inzwischen Mutter des gekörten Sir Arthur v. King Arthur.

1998 stellte Michelangelo die Siegerstute der zentralen Eintragung in den Niederlanden, im Jahre 2000 wurde seine Tochter Herzchens Letzte Reservesiegerin der Eintragung in Schleswig-Holstein. 2001 wurde Tenelia Siegerstute in Dänemark. Guy Laroches Vollschwester Glanzzeit II ist doppelt prämiert und Ic-Preisträgerin der letzten rheinischen Landesschau. Kennedys Vollschwester Kendy war Eintragungssiegerin im Rheinland.

2005 und 2006 sorgten die beiden Siegerstuten der ATA-Eintragung dafür, dass der Name Michelangelo auch jenseits des „Großen Teiches“ einen guten Klang hat: Der bereits in Deutschland doppelt prämierten, inzwischen elfjährigen Kolomba a.d. Kontessina v. Arogno wurde diese Ehre neben einigen anderen Titeln 2005 zuteil, Sistine a.d. Süntellied v. Kostolany zeigt der Konkurrenz 2006 die Hintereisen.

NACHZUCHT im Sport

Gemäß seiner Abstammung und seiner Eigenleistung hat Michelangelo dem Sport vor allem auf dem Dressursektor eine Reihe guter Nachkommen gebracht. Seit Jahren gehört er auch hier zu den besseren Trakehnern in der FN-Zuchtwertschätzung. Sein erfolgreichster Sohn jedoch ging bis zu seinem Kolik-Tod 2006 für Schweden an den Start: Just Mickey, mit Tinne Vilhelmson 2004 bei Olympia dabei und Mannschafts-Bronzemedaillengewinner der Europameisterschaften 2005 in Hagen. In Deutschland erfolgreich auf den großen Vierecken der S-Klasse sind vor allem Passero a.d. Padua v. Hyllos, Xion a.d. Xabea v. Marduc und Highlight T a.d. Herbsttochter v. Unkensee. Der hannoversch gebrannte Menuhin ist bis zum St.Georg erfolgreich. Turniererfolge bis Klasse M haben die seinerzeit gekörten Hengste Hirtenruf (inzwischen Wallach) und Kensington (inzwischen Kaschmir) sowie Kapudan a.d. Klarissa v. Erzsand, Don Pedro aus der Donauerle v. Marduc und der in Sachsen-Anhalt gezogene Mendelssohn. Alesi v. Partout u.d. bereits erwähnten Aranja v. Michelangelo ist bis zur Klasse S in der Dressur erfolgreich.

Freilich gibt es unter den 141 bei der FN eingetragenen Michelangelo-Kinder auch welche, die über den bunten Stangen oder im Busch eine gute Figur machen. Tempico a.d. Tussi v. Parforce geht bis S Springen, die westfälisch gebrannte Falkenhof’s Monopol hat Erfolge bis Klasse M/B. Sehr vielseitig erfolgreich sind Diablo a.d. Jessica IV v. Mark, der in Springen und Gelände bis Klasse M platziert ist, ebenso wie der erst siebenjährige Nice Connection v. Preußenprinz u.d. Bianca XII v. Michelangelo. Bordos v. Sir Chamberlain u.d. Brindisi v. Michelangelo geht Dressur und Springen bis Klasse M. Erfolge im Vielseitigkeitssport bis Klasse S hat der gekörte Hölderlin, und Estephan a.d. Elbe IV v. Anduc ist im Fahrsport erfolgreich bis Klasse S unterwegs.

Text und ©: Karin Schweiger
Fotos: Hengsthalter